#DPK18 – „The new intelligence“
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#DPK18 – „The new intelligence“

Veröffentlicht am 29. Oktober 2018 um 15:30 Uhr von Isabell Helger

„Die Entwickler von heute sind die Kindergärtner der KI.“

Mit über 180 Speakern und zahlreichen Sessions über innovative Neuerungen, Trends und Chancen aus der IT-Welt und dem Microsoft-Universum ist die DPK für Microsoft Partner in Deutschland das größte und wichtigste Event des Jahres. Vom 23. – 25.10.2018 füllten 2.500 Unternehmensvertreter des mit 600.000 Mitgliedern weltweit größten Businessnetzwerkes die Leipziger Messehallen.

Die diesjährige Deutsche Partnerkonferenz von Microsoft, im Netz unter dem Hashtag #DPK18 kommuniziert, startete am 23. Oktober mit einer imposanten Auftaktveranstaltung. In den bunt illuminierten Saal auf dem Leipziger Messegelände strömte noch vor der offiziellen Anmoderation durch Daniel Bröckerhoff eine Gruppe Parcours-Künstler, unter anderem bekannt durch die Fernsehreihe „Ninja Warriors Germany“, und beeindruckte die Zuschauer mit ihrer Show.

Im Anschluss folgten die Microsoft-Partner der anschaulichen Diskussion zwischen Digital Innovation Strategist Alissa Quaintance und AI-Investor Fabian Westerheide, die in der geführten Diskussion über die Möglichkeiten, Einschränkungen und Gefahren Künstlicher Intelligenz sprachen. Deutlich wurde noch einmal, in wie weit die Künstliche Intelligenz uns bereits durch den Alltag geleitet: Ob in Sprachassistenten, Übersetzern oder Chatbots im Kundenservice, autonomes Fahren oder Autopiloten in Flugzeugen – Artificial Intelligence ist allgegenwärtig. Fabian Westerheide: „KI betrifft uns alle.“

Einig waren sich Alissia Quaintance und Fabian Westerheide darin, dass es Ziel sein sollte, Künstliche Intelligenzen sinnvoll in unser Leben, in Politik und Wissenschaft zu integrieren – sowohl zur Unterstützung (nicht Ablösung) der Menschen als auch zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Dissonanz zeigte sich hingegen in der Einschätzung der Relation Algorithmus / Mensch. Während Westerheide den Künstler Roman Lipski als Paradebeispiel gelungener Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI anführte, vertrat Quaintance die Ansicht: „Wir müssen uns besser kennen als irgendwelche Algorithmen und Tools.“ Westerheide hielt gegen: „Die ganze Menschheit ist ein Algorithmus – nur noch nicht entschlüsselt.“ Ebenfalls ein prägnantes Statement: „Die Entwickler von heute sind die Kindergärtner der KI.“ Damit hat er wohl recht.

Der Modern Workplace: Mehr Produktivität von überall aus

Die Sessions selbst fokussierten verschiedene Themen. Ein Vortag widmete sich beispielsweise den zahlreichen Möglichkeiten der modernen Arbeitswelt, die sich etwa mit der Einführung von Microsoft Teams eröffnen: Durch das Tool können kleine wie große Unternehmen und Kunden reibungslos miteinander kommunizieren, Dateien miteinander teilen und ihr Projekt vorantreiben: Die Chat-Historie verschafft Transparenz und einen leichten Themeneinstieg für neue Mitglieder, umständliche und überlange Mails mit einem satten CC-Anhang sprengen nicht mehr den Mail-Eingang aller Projektbeteiligten und alle projektbezogenen Unterlagen finden sich zentral und übersichtlich an einem Ort abgelegt. Dass MS Teams damit die optimale Grundlage für erfolgreiche interne und externe Kommunikation, aber auch für Homeoffice bildet, befand auch Top-Blogger und Mitarbeiter der Daimler AG Sascha Pallenberg, einer der Keynote-Speaker an Tag 3. Eine produktive Arbeit unter dem Stern der „New Work“ basiere auf Vertrauen und nicht auf Kontrolle und undurchdachten Standards: „Arbeit definiert sich nicht darüber, mit 1000 anderen Hühnern in der Legebatterie zu sitzen.“ Statt konservativ an alten Mustern festzuhalten und Mitarbeiter der Übersicht halber an das Büro zu binden, solle man lieber fortschrittliche bzw. zeitgemäße Lösungen wie MS Teams einführen, die eine nahtlose Kommunikation für die betroffenen Parteien ermöglichen – ungeachtet ihres Standortes. Das funktioniere. Und er muss es wissen – er arbeitet von Teipeh aus.

Mit welchen praktischen neuen Features MS Office 365 und Microsoft 365 die Erstellung von Präsentationen zusätzlich vereinfachen wurde in einer anderen Session demonstriert: Ob Übersetzungsfunktion, eine eingebundene Bildersuche zur schnellen Visualisierung oder die Möglichkeit, in Videos nach Schlagworten zu suchen und sofort zur richtigen Sequenz springen zu können und in Excel Zahlen in Grafiken verwandeln – die Erstellung von Präsentationen, Hand-outs etc. war nie komfortabler.

Während in Session A der Frage nachgegangen wurde, wie die Erwartungshaltung der Kunden hinsichtlich Cloud und Azure steht, sprach man in Session B darüber, wie Künstliche Intelligenz bereits aktuell den Arbeitsplatz prägt und wie dies in der Zukunft aussehen kann respektive aussehen wird.

Keine Zeit für Digitalisierung in Deutschland?

Das Thema Digitale Transformation fand in jedem zweiten Vortrag Beachtung, da es zu den Herausforderungen, aber auch dem Schlüssel zählt, wenn es um Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit geht.

Das Ziel von Microsoft bestünde laut Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, darin, mit den Produkten und Möglichkeiten die „Plattform des Kundenerfolgs“ zu schaffen und alle Unternehmen für die digitale Zukunft erfolgreich zu rüsten. An dieser Stelle warf Casimir Ortlieb, CEO von e.GO Digital, noch einmal den Spruch ein: „Uber your business before you get Kodak’ed.“ – Wer nicht innovativ mit der Zeit geht, der verliert.

Wie weit fortgeschritten ist die Digitalisierung in Deutschland allgemein? bitkom-Präsident Achim Berg bezieht dazu wie folgt Stellung: In der Bildung sei de facto „nichts passiert“. Hinsichtlich digitaler Verwaltung täte es Deutschland gut, sich an den Nachbarländern zu orientieren, welche bürokratische Prozesse mittlerweile häufig online abwickeln und allen Beteiligten unnötige Wartezeit ersparen. Als häufigsten Grund der schleppenden Digitalisierung höre er immer wieder, es fände sich „keine Zeit für Digitalisierung“. Dass wir heutzutage keine Zeit haben, um keine Zeit für Digitalisierung zu haben, scheint dabei zumindest den meisten Unternehmern klar zu sein.

Weiterhin sprach Berg über mögliche Anreize als Köder für Investitionen in die Digitalisierung sowie das ‚alte‘ Thema Breitbandausbau.

Auch wenn wir in Deutschland bezüglich der Digitalisierung noch etwas hinterherhinken, so hielt Abschlussredner Jean-Philippe Courtois (Executive Vice President und President von Microsoft Global Sales, Marketing und Operation) fest: „Artificial Intelligence is transforming industry and society all across the planet“. Damit wird die Digitalisierung früher oder später auch hier in größerem Maße Einzug halten, als es vielleicht aktuell noch der Fall ist.