„Shared Intelligence“: Motto der Microsoft Business Summit #MBS19
#MBS19 Microsoft Business Summit

„Shared Intelligence“: Motto der Microsoft Business Summit #MBS19

Veröffentlicht am 25. Oktober 2019 um 13:34 Uhr von Isabell Helger

Vom 22. bis 23. öffnete die Messe Frankfurt die Türen für die deutschlandweit größte Microsoft-Veranstaltung, dem Microsoft Business Summit 2019. Bis zum letzten Jahr fand die Partner-Veranstaltung, die diesjährig auch erstmals Kunden adressierte, noch unter dem Titel „Deutsche Partner-Konferenz“ (DPK) statt. Bei der eröffnenden Keynote bat Event-Moderatorin Christiane Stein zunächst traditionell Sabine Bendiek auf die Bühne, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland.

Angesprochen auf die Digitalpolitik in Deutschland stellt Bendiek nach wie vor Aufholbedarf fest. Das war bereits Tenor des letzten Jahres auf der DPK18. Wolle die Industrie weiterhin wettbewerbsfähig sein und bleiben, so müsse sich noch einiges tun, konstatiert sie und schlägt den Bogen zum Veranstaltungsmotto „Shared Intelligence“. Denn damit Unternehmen zukünftig langfristig Erfolge erzielen bedürfe es „smarten Partnerschaften“, erklärt sie. Diese fielen sehr facettenreich aus:

Mensch und Maschine: Weniger Angst, mehr Erfolg

Eine Variante einer solchen Partnerschaft stelle etwa die Kollaboration zwischen Mensch und Maschine dar, die als effizientes Team Hand in Hand arbeiten. Sami Haddadin von der Munich School of Robotics and Machine Intelligence ergänzt das Thema in seinem Vortrag später und ruft zum Diskurs auf, der den Umgang mit dem technischen Wandel fokussiert. Man müsse den Menschen die Angst davor nehmen, dass KI und Roboter in Konkurrenz zu ihnen stünden und Arbeitsplätze gefährdeten. Roboter veränderten die Zukunft, ja – aber sie ersetzten nicht automatisch Mitarbeiter, wo sie ins Spiel kommen, sondern seien als deren Assistent und rechte Hand zu sehen. Elementar wäre es, Menschen flächendeckend korrekt über Nutzen, Einsatz und Grenzen („Maschinen sind und werden nicht allmächtig“) der Roboter aufzuklären und ihnen so die natürliche Angst vor dem Unbekannten zu nehmen.

„Die Zeit der Alleingänge ist vorbei.“

Eine andere Art der Partnerschaft, die nach Einschätzung von Bendiek mithilfe von klugem Vernetzen noch stark optimiert werden könne, ist die Kooperation zwischen Unternehmen. Konkurrenzkampf im eigentlichen Sinne gehöre nun der Vergangenheit an und sei nicht mehr zeitgemäß, so Bendiek. Sie hält fest: „Die Zeit der Alleingänge ist vorbei.“ Erfolg geschehe mittlerweile durch smarte Partnerschaften und nicht durch anhaltenden Wettkampf.

Elena María Ordóñez del Campo von SAP bekräftigt die Aussage in ihrer späteren Rede und führt den Begriff Coopetition an, der sich aus Cooperation und Competition zusammensetzt. Das Leitmotiv „Lieber gemeinsam als einsam“ verdränge das alte Konkurrenzdenken. Weil man den Anforderungen in Komplexität und Geschwindigkeit in der heutigen Zeit kaum als „One Company Show nachkommen“ könne, gewännen Business Networks an Wichtigkeit und führten zu einem natürlichen Wechselspiel an der Spitze, wie man es vom Radsport her kenne.

Wissen als Grundlage digitaler Souveränität

In puncto Wissensmanagement spielt Shared Intelligence ebenfalls eine große Rolle, so Bendiek. Industrieller Wohlstand und nachhaltige digitale Souveränität entstehe erst durch die Befähigung, Wissen zu teilen. Demnach könne man rückblickend die Erfindung des Buchdruckes als Shared Intelligence 1.0 zu verstehen. Obwohl Wissen dank Büchern bereitgestellt wird, befindet es sich immer noch gewissermaßen in Silos, da ein schnelles und umfassendes Teilen von Inhalten anhaltend schwierig ist. Das Ziel laute demnach, „Daten aus den Silos zu befreien“ und digitale Souveränität zu erlangen.

Digitale Feedback Loops dienten somit als Grundlage für autonomes Fahren oder intelligente Fertigung. Gelungene Kooperationen basieren laut Bendiek außerdem auf Vertrauen und Offenheit. Das beträfe auch die Öffnung von Schnittstellen zur Nutzung von Diensten und Open Source. Darüber hinaus sei allerdings auch die entsprechende Unternehmenskultur relevant: Es müsse möglich sein, neugierig und ideenreich bei der Arbeit vorzugehen und dabei auch Fehler machen zu dürfen – andernfalls sei die Hemmschwelle zu hoch, sich auszuprobieren und Dinge innovativ weiterzuentwickeln.

Wissensmanagement mit LMS365

In vielen unterschiedlichen Sessions und Workshops zum Thema Cloud, Cyber Security, Collaboration-Tools oder KI befassten sich auf dem MBS19 über 200 Speaker und luden zum Austausch und zur Diskussion ein. Während der eine Teil unserer Kollegen das Angebot wahrnahm, informierte der andere Kunden am Stand über das erfolgreich etablierte E-Learning-System LMS365. LMS365 bietet die optimale Lösung für die flexible standortunabhängige Weiterbildung und Schulung von Mitarbeitern in unterschiedlichsten Lernformaten – hiermit gelingt digitales Wissensmanagement erfolgreich und folgt genau dem Prinzip der Veranstaltung: „Shared Intelligence“.