Home, sweet Homeoffice

Beitrag vom 1. April 2020
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Eine gute Ausgangslage: Homeoffice als Bereicherung

Es ist verzwickt: Melden sich die Handwerker an, hat die KiTa geschlossen oder fallen die Bahnen aus, sind wir dankbar, es nutzen können. Jetzt, da viele von uns zum Eigenschutz und Schutze anderer hinein „verbannt“ wurden, bedauern wir es: Die Rede ist vom Homeoffice.

Die Möglichkeit, in den eigenen vier Wänden für die Arbeit tätig sein zu können, gibt vielen von uns in erster Linie zwei Dinge:

Homeoffice im Garten
  1. die Freiheit, unseren Arbeitsalltag dahingehend mitbestimmen zu können, dass wir ihn selbst strukturieren und für die bestmögliche Produktivität an unsere bevorzugten Arbeitszeiten angleichen können,
  2. die Sicherheit, auch dann arbeitsfähig zu sein, wenn die äußeren Umstände den Weg ins Büro einmal entweder sehr beschwerlich oder sogar unmöglich machen, wie es zum Beispiel bei Streiks im öffentlichen Verkehr der Fall ist. Anstatt gezwungenermaßen einen Urlaubstag opfern zu müssen, der weder Sie selbst noch Ihren Chef aufgrund der Spontanität sonderlich glücklich macht, können Sie daheim tätig werden.

Homeoffice stellt eine Erweiterung des normierten Arbeitsalltages dar und demzufolge eine Bereicherung. Wir arbeiten gern mal von zuhause aus – wenn es für uns passt. Jetzt sieht die Lage allerdings anders aus: Aufgrund der Corona-Krise sind zahlreiche Menschen mit Bürotätigkeiten dazu angehalten, im Homeoffice ihre Aufgaben zu erledigen. Und das voraussichtlich über mehrere Wochen hinweg. Plötzlich weicht das Gefühl von Freiheit und Sicherheit der Enge und dem Unwohlsein und die eigentliche Chance wird zum Stressfaktor. Aber muss das so sein?

Die Herausforderungen der Heimarbeit: Organisation, Konzentration, Motivation

Natürlich macht es einen entscheidenden Unterschied aus, ob ich einmal im Monat von zuhause aus Leistungen erbringe oder einen ganzen Monat am Stück. Die Herausforderungen liegen auf der Hand:

Zum ersten sind viele organisatorische Dinge zu klären: Verfügt das Unternehmen über die nötige Hard- und Software, um sämtliche Mitarbeiter zu befähigen, auch außerhalb des Firmengeländes fleißig zu sein? Wird jedem Mitarbeiter Laptop und Monitor gestellt oder muss auf private Devices zurückgegriffen werden? Wie sieht es dann mit dem Datenschutz aus? Gibt es Programme, um weiterhin die optimale Vernetzung zu gewährleisten?

Es verlangt weiterhin mehr Selbstdisziplin, im ablenkungsreichen Heimarbeitsplatz (Social Media, TV, Kinder, Kühlschrank, Couch) genauso akribisch Berichte zu lesen oder zu erstellen, Kundenanfragen zu beantworten, Controlling zu betreiben, Personalanliegen zu verfolgen oder Tickets zu lösen wie in den Büroräumen.

Der fehlende Sozialkontakt zu den Kollegen, die kurzen Unterbrechungen beim gemeinsamen Kaffeetanken und die Face-to-Face-Kommunikation nagen an der Motivation und fordern noch mehr Konzentration. Denn während man mit Bürokollegen auch mal kurz spontan Brainstormen, sich gegenseitig mit Ideen bereichern und so auch mal dem eigenen Hirn kleine Denkpausen gönnen kann, ist das allein schon schwieriger.

Tückisch kann auch die Frage nach dem Arbeitsplatz innerhalb der Wohnung oder des Hauses sein. Gibt es keinen Schreibtisch oder ist dieser aktuell in Beschlag durch den Partner, der ebenfalls im Homeoffice sitzt, muss eventuell der Esstisch umfunktioniert werden. Kommt die Familie dann an diesem zusammen ist ein Umzug gefragt. Störfaktoren wie laute Geräuschkulissen durch Mitbewohner oder Nachbarn sind zusätzlich strapaziös.

Mehr Flexibilität dank Homeoffice: Kein Fahrtstress, mehr Denkpausen

Und dennoch: Homeoffice in Krisenzeiten kann auch etwas Gutes haben. Sprechen wir also über diese:

Gewonnene Zeit

Wie praktisch, wenn der Arbeitsweg entfällt. Das bedeutet: Kein nerven- und benzinfressendes Stop-and-Go, kein Stau, keine überfüllte Bahn oder ein verspäteter respektive ausfallender Zug, im Idealfall sogar Ausschlafen. Wer im Homeoffice arbeitet, wird schnell merken, dass er Zeit geschenkt bekommt. Die meisten Minuten gewinnt man durch die wegfallenden An- und Abfahrtszeiten. Aber auch beim Mittagessen kann sich der Zeitgewinn äußern, indem keine Warteschlange vor der Kantine oder Mikrowelle mehr zwischen Ihnen und Ihrem Essen steht.

Kurze Denkpausen für mehr Denkkraft

Auch im Homeoffice gilt: Bei einer Denkblockade oder einem temporär unlösbar scheinenden Problem lieber mal eine Pause einschieben statt Frustration. Kommen Sie in einem Gedankenkonstrukt, mit einem Vertrag, einem Kundenprojekt etc. nicht weiter, dann machen Sie lieber 5 Liegestütze, Yoga-Asanas oder vertreten sich die Beine auf dem Balkon, statt sich im Grübeln zu verlieren. Da Sie niemand schräg anschauen kann, dürfen Sie sich so ablenken, wie es für Sie das Beste ist: Sei es mit einem Mini-Sport-Intervall, einer Kuscheleinheit für den Hund oder einer Kaffeepause im Garten.

Isolation muss nicht sein

Wer seine Kollegen vermisst und allmählich glaubt, einen Lagerkoller zu erleiden, der kann auf die Vielzahl an technischen Hilfsmitteln und modernen Tools zurückgreifen. Ob Chat oder Videoanruf (etwa via Microsoft Teams) – die digitalen Möglichkeiten der nahtlosen Kommunikation und Verknüpfung sind gegeben. Plus: Wer einmal am Tag einer Videokonferenz oder einem Videochat beiwohnt, läuft nicht Gefahr, dem vielseits gefürchteten Clochard-Look verfallen, weil er sich wie für den Gang ins Büro herausputzt. Gut, um sowohl sich selbst als auch dem Gegenüber Respekt zu erweisen.

Gute Einfälle schnell festhalten

Es ist bewiesen, dass Schlaf- und Arbeitsplatz idealerweise voneinander getrennt werden sollen, damit wir im Ruhemodus komplett abschalten können, ohne an offene Aufgaben zu denken. Aber: Es ist doch ungemein praktisch, einen eingehenden Geistesblitz in den eigenen vier Wänden mit der Minute einfangen zu können, auch wenn er einen abends kurz vor der Prime Time trifft. Im Homeoffice können wir schnell zu unserem Notebook greifen, Notizen verfassen und eine Präsentation erweitern, während wir andernfalls viele Dinge auf morgen schieben, um sie im Büro zu erledigen. Nicht selten hat man den Einfall dann über Nacht im Land der Träume verloren und ärgert sich am nächsten Tag. Dieses Risiko ist im Homeoffice bedeutend geringer! Auch die kreative Annäherungsweise an Themen kann hier begünstigt werden: Die Bewegung durch das Auf-und-Ab-Tigern durch die Räumlichkeiten beflügelt das Denken und stört keine Kollegen. Braucht man eine kleine Abwechslung zum neu eingerichteten Arbeitsplatz, kann man auch mal auf der Couch, dem Balkon oder Garten produktiv werden – solange das WLAN eben reicht.

Fazit: Homeoffice richtig nutzen

Konzentrieren wir uns auf die Vorzüge des Homeoffice, die wir unter „normalen Umständen“ sehr schätzen würden. Freuen wir uns darüber, besonders viel Zeit in der vertrauten Umgebung verbringen zu dürfen und Zeitplan und Aufgaben – wenn der Chef es erlaubt – individuell an unseren Biorhythmus anzupassen. Nutzen wir morgens die zusätzlichen Minuten, um uns im Bett noch einmal dankbar umzudrehen, mit einem Morgenkaffee auf dem Balkon Frischluft zu schnuppern, einen kleinen Wachwerd-Spaziergang zu unternehmen oder alternativ vom Bett auf den Stuhl zu rollen und direkt zu starten.

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Eine gute Ausgangslage: Homeoffice als Bereicherung

Es ist verzwickt: Melden sich die Handwerker an, hat die KiTa geschlossen oder fallen die Bahnen aus, sind wir dankbar, es nutzen können. Jetzt, da viele von uns zum Eigenschutz und Schutze anderer hinein „verbannt“ wurden, bedauern wir es: Die Rede ist vom Homeoffice.

Die Möglichkeit, in den eigenen vier Wänden für die Arbeit tätig sein zu können, gibt vielen von uns in erster Linie zwei Dinge:

Homeoffice im Garten
  1. die Freiheit, unseren Arbeitsalltag dahingehend mitbestimmen zu können, dass wir ihn selbst strukturieren und für die bestmögliche Produktivität an unsere bevorzugten Arbeitszeiten angleichen können,
  2. die Sicherheit, auch dann arbeitsfähig zu sein, wenn die äußeren Umstände den Weg ins Büro einmal entweder sehr beschwerlich oder sogar unmöglich machen, wie es zum Beispiel bei Streiks im öffentlichen Verkehr der Fall ist. Anstatt gezwungenermaßen einen Urlaubstag opfern zu müssen, der weder Sie selbst noch Ihren Chef aufgrund der Spontanität sonderlich glücklich macht, können Sie daheim tätig werden.

Homeoffice stellt eine Erweiterung des normierten Arbeitsalltages dar und demzufolge eine Bereicherung. Wir arbeiten gern mal von zuhause aus – wenn es für uns passt. Jetzt sieht die Lage allerdings anders aus: Aufgrund der Corona-Krise sind zahlreiche Menschen mit Bürotätigkeiten dazu angehalten, im Homeoffice ihre Aufgaben zu erledigen. Und das voraussichtlich über mehrere Wochen hinweg. Plötzlich weicht das Gefühl von Freiheit und Sicherheit der Enge und dem Unwohlsein und die eigentliche Chance wird zum Stressfaktor. Aber muss das so sein?

Die Herausforderungen der Heimarbeit: Organisation, Konzentration, Motivation

Natürlich macht es einen entscheidenden Unterschied aus, ob ich einmal im Monat von zuhause aus Leistungen erbringe oder einen ganzen Monat am Stück. Die Herausforderungen liegen auf der Hand:

Zum ersten sind viele organisatorische Dinge zu klären: Verfügt das Unternehmen über die nötige Hard- und Software, um sämtliche Mitarbeiter zu befähigen, auch außerhalb des Firmengeländes fleißig zu sein? Wird jedem Mitarbeiter Laptop und Monitor gestellt oder muss auf private Devices zurückgegriffen werden? Wie sieht es dann mit dem Datenschutz aus? Gibt es Programme, um weiterhin die optimale Vernetzung zu gewährleisten?

Es verlangt weiterhin mehr Selbstdisziplin, im ablenkungsreichen Heimarbeitsplatz (Social Media, TV, Kinder, Kühlschrank, Couch) genauso akribisch Berichte zu lesen oder zu erstellen, Kundenanfragen zu beantworten, Controlling zu betreiben, Personalanliegen zu verfolgen oder Tickets zu lösen wie in den Büroräumen.

Der fehlende Sozialkontakt zu den Kollegen, die kurzen Unterbrechungen beim gemeinsamen Kaffeetanken und die Face-to-Face-Kommunikation nagen an der Motivation und fordern noch mehr Konzentration. Denn während man mit Bürokollegen auch mal kurz spontan Brainstormen, sich gegenseitig mit Ideen bereichern und so auch mal dem eigenen Hirn kleine Denkpausen gönnen kann, ist das allein schon schwieriger.

Tückisch kann auch die Frage nach dem Arbeitsplatz innerhalb der Wohnung oder des Hauses sein. Gibt es keinen Schreibtisch oder ist dieser aktuell in Beschlag durch den Partner, der ebenfalls im Homeoffice sitzt, muss eventuell der Esstisch umfunktioniert werden. Kommt die Familie dann an diesem zusammen ist ein Umzug gefragt. Störfaktoren wie laute Geräuschkulissen durch Mitbewohner oder Nachbarn sind zusätzlich strapaziös.

Mehr Flexibilität dank Homeoffice: Kein Fahrtstress, mehr Denkpausen

Und dennoch: Homeoffice in Krisenzeiten kann auch etwas Gutes haben. Sprechen wir also über diese:

Gewonnene Zeit

Wie praktisch, wenn der Arbeitsweg entfällt. Das bedeutet: Kein nerven- und benzinfressendes Stop-and-Go, kein Stau, keine überfüllte Bahn oder ein verspäteter respektive ausfallender Zug, im Idealfall sogar Ausschlafen. Wer im Homeoffice arbeitet, wird schnell merken, dass er Zeit geschenkt bekommt. Die meisten Minuten gewinnt man durch die wegfallenden An- und Abfahrtszeiten. Aber auch beim Mittagessen kann sich der Zeitgewinn äußern, indem keine Warteschlange vor der Kantine oder Mikrowelle mehr zwischen Ihnen und Ihrem Essen steht.

Kurze Denkpausen für mehr Denkkraft

Auch im Homeoffice gilt: Bei einer Denkblockade oder einem temporär unlösbar scheinenden Problem lieber mal eine Pause einschieben statt Frustration. Kommen Sie in einem Gedankenkonstrukt, mit einem Vertrag, einem Kundenprojekt etc. nicht weiter, dann machen Sie lieber 5 Liegestütze, Yoga-Asanas oder vertreten sich die Beine auf dem Balkon, statt sich im Grübeln zu verlieren. Da Sie niemand schräg anschauen kann, dürfen Sie sich so ablenken, wie es für Sie das Beste ist: Sei es mit einem Mini-Sport-Intervall, einer Kuscheleinheit für den Hund oder einer Kaffeepause im Garten.

Isolation muss nicht sein

Wer seine Kollegen vermisst und allmählich glaubt, einen Lagerkoller zu erleiden, der kann auf die Vielzahl an technischen Hilfsmitteln und modernen Tools zurückgreifen. Ob Chat oder Videoanruf (etwa via Microsoft Teams) – die digitalen Möglichkeiten der nahtlosen Kommunikation und Verknüpfung sind gegeben. Plus: Wer einmal am Tag einer Videokonferenz oder einem Videochat beiwohnt, läuft nicht Gefahr, dem vielseits gefürchteten Clochard-Look verfallen, weil er sich wie für den Gang ins Büro herausputzt. Gut, um sowohl sich selbst als auch dem Gegenüber Respekt zu erweisen.

Gute Einfälle schnell festhalten

Es ist bewiesen, dass Schlaf- und Arbeitsplatz idealerweise voneinander getrennt werden sollen, damit wir im Ruhemodus komplett abschalten können, ohne an offene Aufgaben zu denken. Aber: Es ist doch ungemein praktisch, einen eingehenden Geistesblitz in den eigenen vier Wänden mit der Minute einfangen zu können, auch wenn er einen abends kurz vor der Prime Time trifft. Im Homeoffice können wir schnell zu unserem Notebook greifen, Notizen verfassen und eine Präsentation erweitern, während wir andernfalls viele Dinge auf morgen schieben, um sie im Büro zu erledigen. Nicht selten hat man den Einfall dann über Nacht im Land der Träume verloren und ärgert sich am nächsten Tag. Dieses Risiko ist im Homeoffice bedeutend geringer! Auch die kreative Annäherungsweise an Themen kann hier begünstigt werden: Die Bewegung durch das Auf-und-Ab-Tigern durch die Räumlichkeiten beflügelt das Denken und stört keine Kollegen. Braucht man eine kleine Abwechslung zum neu eingerichteten Arbeitsplatz, kann man auch mal auf der Couch, dem Balkon oder Garten produktiv werden – solange das WLAN eben reicht.

Fazit: Homeoffice richtig nutzen

Konzentrieren wir uns auf die Vorzüge des Homeoffice, die wir unter „normalen Umständen“ sehr schätzen würden. Freuen wir uns darüber, besonders viel Zeit in der vertrauten Umgebung verbringen zu dürfen und Zeitplan und Aufgaben – wenn der Chef es erlaubt – individuell an unseren Biorhythmus anzupassen. Nutzen wir morgens die zusätzlichen Minuten, um uns im Bett noch einmal dankbar umzudrehen, mit einem Morgenkaffee auf dem Balkon Frischluft zu schnuppern, einen kleinen Wachwerd-Spaziergang zu unternehmen oder alternativ vom Bett auf den Stuhl zu rollen und direkt zu starten.

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Isabell Helger

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