Neue Microsoft-Lizenzen: Monats-, Jahres- oder 3-Jahresabo?

Beitrag vom 1. Februar 2022

Microsoft ändert die Lizenzierung: Was heißt das für Sie als Endkunde?

Öfter Mal etwas Neues – das Motto kommt gerade in der Microsoft-Lizenzwelt zum Tragen, denn: Wer kennt es nicht? Namenswechsel von Produkten, An- und Abkündigungen von Lizenzen, regelmäßige Änderungen in den Lizenzbestimmungen, Preisanpassungen et cetera – Microsoft hält uns alle damit täglich auf Trab.
Auch, wenn sich Vieles in den Lizenzmodellen vereinfacht hat, ist es für jemanden, der nicht täglich hiermit zu tun hat, schwierig zu überblicken, welche Lizenz die richtige ist. An dieser Stelle möchten wir Ihnen beratend zur Seite stehen und Ihnen helfen, die passende Wahl zu treffen.
Da die kommenden Änderungen für Sie auf den ersten Blick für Verwirrung sorgen könnten, haben wir uns damit genauer auseinandergesetzt – und bei näherer Beleuchtung sogar einige Vorteile ausgemacht!

Der bisherige Bezug von Microsoft-Lizenzen

Im Wesentlichen hatten und haben Sie als Kunde auch zukünftig die Wahl, ob Sie Lizenzen über Microsoft oder über einen Partner wie uns beziehen. Der Bezug über den Partner läuft dabei unter dem griffigen Namen Cloud Solution Provider-Programm, kurz CSP-Programm.  
Das CSP-Programm wurde gerade in den letzten Jahren seitens Microsofts gefördert, um Ihnen als Kunden einen direkten Ansprechpartner für Beratung und Support zur Seite zu stellen. Im CSP-Programm betreuen Sie persönliche Ansprechpartner, die Ihr Unternehmen und Ihre Anforderungen kennen; beim Direktbezug über Microsoft können Sie sich via Hotline-Service an wechselnde Ansprechpartner wenden.

Somit erfreut sich das CSP-Programm bei vielen Kunden an Beliebtheit und wächst ganz im Sinne des Erfinders. Interessant dabei: Mittlerweile werden nicht nur die Microsoft-Produkte angeboten, sondern auch die vieler weiterer Hersteller.

New Commerce Experience: Was ändert sich an den Bezugswegen?

Bei den Lizenzdauern standen Ihnen bis dato zwei Optionen zur Verfügung: Entweder Monats- oder Jahresabonnements. Beim Direktbezug über Microsoft verband sich die Flexibilität des Monatsabonnements jedoch immer mit einem höheren Preis, im CSP-Programm wurde hingegen zum günstigeren Preis taggenau abgerechnet.

Mit dem neuen Preis- und Laufzeitmodell New Commerce Experience ändert sich das. Ab sofort stehen Ihnen über beide Bezugswege folgende Optionen offen: 

  • Monatsabonnement
  • 1- oder 3-Jahresabonnement

Die Preise zwischen den beiden Bezugswegen via Microsoft oder CSP unterscheiden sich nicht mehr. Der monatliche Preis liegt dabei 20% höher als der bisherige Preis, bietet jedoch auch die höhere Flexibilität, die 1- oder 3-Jahres-Variante ist entsprechend günstiger.

Für alle Optionen gilt: Abonnements werden automatisch verlängert und für jedes Produkt gibt es ein eigenes Lizenzabonnement mit entsprechender Laufzeit.

Neue Microsoft-Lizenzen: Monats-, Jahres- oder 3-Jahresabo?
Der Teufel steckt im Detail – aufgepasst beim Buchen von Add-ons!

Mix it, Microsoft: Wie Unternehmen von den neuen Lizenzmodellen profitieren

Was zuerst wie ein Nachteil für Sie klingt, muss es nicht unbedingt sein, denn: Sie können die verschiedenen Laufzeiten der Abonnements miteinander kombinieren. Das bedeutet für Sie: Beziehen Sie einige Lizenzen über Monatsabos, wenn Sie Flexibilität suchen und schließen Sie gleichzeitig Lizenzen im Jahres- oder Monatsabo ab, wenn die Anzahl an Lizenzen voraussichtlich gleichbleibt. Insbesondere bei großen Lizenzmengen ist diese Vorgehensweise durchaus sinnvoll.

Ein großer Vorteil des 1-Jahres– und 3-Jahresabo-Modell ist zudem die Preisbindung. Der Preis pro Lizenz bei Erstellung des Lizenzabos bleibt für Sie immer bis zum Ende des Abo-Zeitraums gleich. Sollte Microsoft den Preis innerhalb dieses Zeitraums anpassen, betrifft Sie das erstmal nicht. Auch wenn die Lizenzanzahl im Abo erhöht wird, zählt der Preis bei Erstellung des Abos. Gerade bei Promo-Aktionen kann dies hilfreich sein, denn Promos gelten oft nur für einen kurzen Zeitraum. Mithilfe der Jahres- und 3-Jahresabos kann man somit länger von diesen Preisen profitieren, als der eigentliche Promo-Zeitraum andauert. Zwischenfazit: Bei gleichbleibenden Kosten für einen längeren Zeitraum freuen sich die Controller bei Erstellung des Budgetplans.

Das Ganze gilt auch für Änderungen bei den Produkten wie Abkündigungen oder Anpassungen in den Produktnutzungsbedingungen. Kündigt Microsoft zum Beispiel ein Produkt und ersetzt dies durch ein teureres, bleibt der Preis für das Jahres- und 3-Jahresabo zunächst unangetastet. Für diesen Fall legt Microsoft fest, wie lange solche Abos noch zu dem alten Produktpreis verlängert werden dürfen. Gerade bei Änderungen in den Produktbestimmungen kann dies hilfreich für Sie sein, da zuweilen mit neuen Bestimmungen entweder mehr Kosten oder größere Einschränkungen verbunden sind.

Zudem lässt Microsoft innerhalb eines Abos sogenannte „Upgrades“ zu. So können Sie ein Produkt im Abo durch ein anderes Produkt in einer höheren Version (z.B. von E3 auf E5) ersetzen. Die Abo-Laufzeit bleibt dabei unberührt, nur die Kosten ändern sich aufgrund des Preises vom neuen Produkt. Microsoft bietet dieses Upgrade-Szenario allerdings nur für ein Teil der Produkte an.

Bisherige Preisvorteile weg? Warum das CSP dennoch die erste Wahl ist!

Welche Vorteile bietet Ihnen jetzt noch der Weg über den Partner, wenn der Weg über Microsoft dasselbe kostet? Zum einen fördert Microsoft selbst das CSP-Geschäft weiterhin, in dem einige Produkte nur über CSP vertrieben werden. Zum anderen können „Upgrades“ innerhalb des Abos derzeit nur über CSP abgebildet werden, beim Bezug über Microsoft ist dies derzeit nicht möglich. Auch stellt Microsoft Partner weiterhin als ersten Ansprechpartner für Sie als Kunden in den Fokus. Partner können jeden Kunden individuell und bestmöglich beraten und bei Problemen unterstützen (und sind möglicherweise auch etwas schneller per Hotline erreichbar als Microsoft selbst 😉).

Ein klarer Vorteil beim Bezug über Microsoft lag früher darin, dass Sie Ihre Lizenzen selbst verwalten und buchen können. Dies ist mittlerweile bei uns im CSP via Selfservice Portal ebenfalls möglich. Die Abrechnung der Lizenzen erfolgt bei Microsoft zudem immer über Kreditkarte, was gerade bei großen Lizenzsummen zu Schwierigkeiten führen kann. Beim Partner und entsprechendem Bezug über CSP haben Sie die Wahl zwischen mehreren Optionen, sei es die klassische Rechnungsstellung mit anschließender Überweisung oder automatisierter Einzug.

Sollten Fragen zu einer Rechnung aufkommen, ist es weitaus einfacher, den Partner zu erreichen als Microsoft selbst. Zudem bieten Ihnen viele Partner an, Sie bei der Verwaltung der Abos zu unterstützen. Somit werden Sie rechtzeitig über Laufzeitende, Verlängerungszeitpunkte, neue Produktbestimmungen oder ähnliches durch den Partner informiert.

Fazit: Mehr Flexibilität durch CSP & Partner

Microsoft lässt sich die monatliche Abrechnung zwar mehr kosten, aber die Flexibilität wird Unternehmen dabei nicht genommen. Wer seinen Lizenzbedarf auf längeren Zeitraum gut ermitteln kann, kann durch die Jahres- und 3-Jahresabos viele Kosten einsparen. Das Kombinieren der Abos ermöglicht das monatliche Zubuchen von Produkten bei kurzfristigem Bedarf. Die Unterstützung bei der Auswahl des richtigen Produktes, des richtigen Abos und des Bedarfs sowie der Verwaltung der Abos erlangen Sie am besten mit CSP und dem richtigen Partner an Ihrer Seite.

Autor

Jennifer Eller
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